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Gewässerschadenhaftpflichtversicherung
Bauen & Wohnen - Hausversicherung

Gewässerschadenhaftpflichtversicherung

Die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung übernimmt die Kosten, sollte Ihr defekter Öltank das Grundwasser verseuchen. Die Kosten in einem solchen Fall können enorm sein.  Der kontaminierte Boden muss ausgebaggert, abgetragen und entsorgt werden. Wenn durch den Genuss von verseuchtem Trinkwasser Menschen zu Schaden gekommen sind, fallen außerdem Behandlungskosten und Schmerzensgeld an. Die Deckungssumme sollte dementsprechend hoch sein.

Die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung tritt auch ein, wenn Sie gewässerschädliche Stoffe, wie beispielsweise Farben, Lacke oder Reinigungsmittel lagern und diese auslaufen. Die Versicherung schützt Sie vor Schadenersatzansprüchen, die gegen Sie erhoben werden können, weil Sie ein Gewässer einschließlich des Grundwassers verunreinigt haben.
Die Versicherung schützt Sie aber auch vor unberechtigten Schadensansprüchen.

In einer privaten Haftpflichtversicherung wird schon teilweiser Versicherungsschutz für Gewässerschäden gewährt. Allerdings sind nur Kleingebinde, wie z.B. eine Farbdose oder ein Benzinkanister bis 25 Liter je Behältnis versichert. Maximal sind bis zu 100 Liter beinhaltet. Zu einigen privaten Haftpflichtversicherungen kann man eine Zusatzklausel vereinbaren. So kann man einen privaten Heizöltank mit bis zu 15.000 Liter im Keller eines Ein- oder Zweifamilienhauses mitversichern. Ein Öltank im Erdreich kann bis zu einer Größe von 10.000 Litern in der Haftpflichtversicherung eingeschlossen werden.

Eine extra Gewässerschadenhaftpflicht muss abgeschlossen werden, wenn ein Tank ein größeres Fassungsvolumen hat oder mehrere Tanks vorhanden sind, der Tank in oder an einem Mehrfamilienhaus steht oder Ihre Haftpflicht keine Mitversicherung der Gewässerschaden-Haftung vorsieht.

Schäden, die der Versicherungsnehmer im Schadensfall selbst erleidet, sind manchmal nicht mitversichert. Vorsatz und Erstattung von Geldstrafen und Schadensersatzansprüche schließt der Versicherer meist aus. Darauf sollte man vor Vertragsabschluss achten. Einige Versicherungsgesellschaften bieten jedoch bei entsprechend höheren Beiträgen die Möglichkeit an, auch Eigenschäden mitzuversichern
Die Schuldfrage, sollte Öl austreten und Wasser verunreinigen, ist belanglos. Der Öltankinhaber ist generell verantwortlich.

Eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung zahlt in der Regel nicht bei Schäden, die vorsätzlich herbeigeführt wurden, Schäden, die durch den Gebrauch eines Kraft-, Luft- oder Wasserfahrzeuges verursacht wurden und für Schäden, die mittelbar oder unmittelbar auf Kriegsereignissen, Aufruhr, innere Unruhen etc. beruhen.
Eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung kostet in der Regel für einen oberirdischen Tank etwa 40 Euro und für einen unterirdischen Tank etwa 70 Euro pro Jahr.